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DIE KOLUMNE:
Neues von JUPP VERBAL

Die Vision


JUPP VERBAL - 17. Juli 2006

Alles ist vorbei. Die WM ist Geschichte. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Finales ergriff mich eine fiese Schockstarre. Ich ließ mich in die Betty-Ford-Entzugsklink einweisen. Die sanfte Entwöhnung mit WM-Spielen früherer Turniere und dem legendären Tor von Günther Netzer gegen den 1. FC Köln in der Endlosschleife haben mich schließlich in einen Dämmerzustand versetzt, aus dem ich erst gestern erwachte. 

Im Halbschlaf hatte ich die Vision, dass Zinedine Zidane auf die Beleidigung Materazzis mit einem verächtlichen Lächeln reagiert und kurze Zeit später das Spiel mit einem Traumtor entscheidet. Eine halbe Stunde lang wird er mit dem Pokal in der Hand von seinen Mitspielern durchs Olympiastadion getragen. "Zizou, Zizou..", hallt es durch's Rund. Frankreich ist Weltmeister 2006.

Ich muss sagen, die Leute von der Bettyfordklinik können einiges, aber keine Pillen lassen das Geschehene rückgängig machen. Den traurigen Abgang eines großen Spielers bei der Fußball-WM in Deutschland. Doch etwas hat Zizou mit dieser dämlichen Aktion geschafft: Wir werden uns lange daran erinnern.

Vor allem jedoch erinnern wir uns an die ereignisreichen Tage dieses einzigartigen Monats im Jahre 2006. Die vielen Stunden vor Leinwänden mit Freunden. Im Stadion, auf der Straße. Die Begegnung mit Menschen, das gemeinsame Erlebnis Fußball. Das Feiern und die ausgelassene Stimmung überall. Das ist es, woran wir ganz ganz lange denken sollen. 

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal. 

Katerstimmung

JUPP VERBAL - 6. Juli 2006

Langsam legt sich der Kater schlafen. Mittlerweile ist die fiese Halbfinalniederlage gegen Italien verdaut. Obwohl, naja fast... (Schluchz!)
Ganz so wie von mir leichtfertig herbeigedichtet ist es nun doch nicht gekommen. Ich bin auch wirklich traurig darüber.
Aus in Minute 119. Gegen die Stiefelkicker. Nach großem Spiel und großem Fight. Einer Mittelfeldschlacht, einem Abnützungskampf. Auch für mich auf dem Sofa sitzend und durchaus auch schwitzend. So wie Poldi, Ballack, Schneider. Aber man muss auch sagen, Italien hat verdammt gut gespielt. Wat soll's! Hätte, wäre, wenn! Alles spielt nun keine Rolle mehr. Hätte nur Gilardino in der Verlängerung statt an den Pfosten, ins Tor getroffen. Dann wäre noch genug Zeit für einen frenetischen Sturmlauf gewesen. Doch das Tor fiel in der perfiden 119. Minute.
Die einzige Chance zum Gegenschlag: überhastet vergeben vom entnervten Ballack. Dann ein finaler, perfekter Konter -  Del Piero:  2:0. Bella Italia!
Ich möchte festhalten: Es wäre auch mit Frings schwierig geworden, aber das Finale hätten wir sicher gewonnen.

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.

Ode auf TORsten

JUPP VERBAL - 4. Juli 2006

Unschöne Szenen - Schläge und Tränen.
Nach großem Spiel - das ist zu viel.
Diegos Erben - treten alles zu Scherben.
Zuerst unsern Per - er setzt sich nicht mal zur Wehr.
Ein Tritt in den Eier - zerstört Deutschlands Feier.
Bierhoff will schlichten - das gelingt ihm mitnichten.
Die Gaudschos dreh'n hohl - so ist das dann wohl.
Wenn man verliert - und nicht ganz kapiert.
Was Verlier'n heißt - und auf Fairplay scheißt.
Dann kommt noch der Dings - und schüttelt den Frings.
Dass der sich dann wehrt - ist nicht ganz verkehrt.
Wer würde das nicht - nach einem Schlag ins Gesicht.
Doch seine kleine Aktion - nach fieser Provokation.
Wird schließlich entlarvt - und hart bestraft.
Die Fifa sperrt unsre Acht - wer hätte gedacht.
Dass dies passiert - wir sind angeschmiert.
Doch auch ohne ihn - werden wir ins Finale ziehn.
Da wird Frings dann zum Helden - sonst trifft er ja selten.
Zwei Tore wird er machen - und über die Fifa lachen.
Doch nun: Schluss mit dem Geschnatter - wir zeigen's dem Blatter!

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.

"Ihr könnt nach Hause fahrn!"

JUPP VERBAL - 26. Juni 2006

So langsam trennt sich im Turnier die Spreu vom Hefeweizen. Während die "Klinsmanner" weiter im Erfolg baden und sich das ganze Land im Siegestaumel suhlt, mussten einige tolle Kicker leider schon den Heimweg antreten: Drogba, Rosicky, Nedved, Yapi Yapo. 
Anderen weine ich allerdings keine Träne nach. An dieser Stelle soll nun einmal einigen Losern ein paar Zeilen gewidmet werden.
Ganz oben: Zlatan Ibrahimovic. Kein Tor, kaum Chancen - Aus im Achtelfinale!
Da konnten die Schwedinnen noch so lange ihr Zlatan-Lied ("I love you - Isch lieben Disch - Zlatan Ibrahimovic!") singen. Zlatan versagte total. Meine Kumpels haben sie nun leider mit dem Ohrwurm angesteckt. Ich befürchte ich höre den Quatsch jetzt bis zum Finale.
Ebenfalls weit oben im Kreis der Versager: Prso und Srna. Der kroatischen Flügelzange fehlte es nicht nur an brauchbaren Flanken, sondern hauptsachlich an Vokalen. Mein Hit der WM deshalb: "Und wir holen den Vokal - Drdo Prso!!!"
Zu guter Letzt noch die Oberniete uberhaupt: Khalid Boulahrouz. Die sympatische Bulldogge aus den Niederlanden lächelte mir bestimmt 20 mal aus einer frisch aufgerupften Panini-Tute entgegen. Ich konnte die Hackfresse schon
vor dem ersten Spiel nicht mehr sehen. Muss ich jetzt auch nicht mehr.
Gestern hieß es fur die Holländer: "Ihr könnt nach Hause fahr'n..."

Sportliche Gruße, Euer Jupp Verbal.


Alles knorke

JUPP VERBAL - 17. Juni 2006

Eine gute Woche ist die WM jetzt schon alt. Und was soll man sonst dazu sagen, außer: Alles super, alles knorke, alles fantastisch. Bis auf ein paar kleine Scharmützel am Rande des Spiels Deutschland-Polen - und das war zu erwarten - blieb es fast überall sehr entspannt und friedlich. Weiter so!
Was ist bisher in meinem Hirn hängen geblieben? Zunächst sollte ich erst einmal die etwa 3,5 Millionen Gehirnzellen beweinen, die ich durch erhöhten Kölschkonsum in der ersten WM-Woche verloren habe. Aber dennoch hat sich auch etwas festgesetzt. Natürlich die überschwängliche Begeisterung der Deutschen. Wer hätte gedacht, dass wir unsere legendäre Lethargie noch einmal abstreifen und zu hymnensicheren doch durchweg positiven Patrioten werden, die "unser" Team anfeuern, aber dennoch Respekt vor jedem Gegner zeigen. Darauf ein Prosit! Aber auch andere Landsmänner und -frauen können richtig gut feiern. Das wusste man. Doch jetzt sehen wir vor der eigenen Haustür, wie Samba, Tango oder niederländischer Holzschuhtanz live und in Farbe aussieht. Darauf ein weiteres Prosit! Und die Spiele waren schon teilweise super, werden bestimmt noch besser, aber eigentlich ist das ja fast schon zweitrangig. Darauf ein drittes Prosit!
Doch halt: ein sportlicher Aspekt muss noch erwähnt werden. Wer wird vermutlich gegen "uns" das Endspiel bestreiten? Argentinien. Die "Gauchos" haben ein Spitzenteam mit erstklassigen Einzelkönnern und sie haben das Maskottchen der WM schlechthin. Vergiss Goleo. Hier kommt Diego. Wie die "Hand Gottes" wie ein Derrwisch im Nationaltrikot auf der Tribüne abfeiert, ist in meinen Augen das bisher eindrucksvollste Bild dieser WM. Darauf eine dicke fette Havanna!

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.


Fahnen raten

JUPP VERBAL - 26. Juni 2006

Am Samstag war ich am Kölner Heumarkt beim Pablik Fjuing (formerly known as: Leinwand glotzen). England gegen Paraguay. 1:0 für die Tommies. Bei brüllender Hitze und auch vielen Engländern, die dasselbe taten. Das Eigentor habe ich leider nicht gesehen. Da kämpfte ich mich noch in der Kölner Altstadt durch die Menschenmassen. Dort habe ich dann meinem neuen Hobby gefrönt: Fahnen raten. Hier Portugal und Angola, dort Portwein und Rum-Cola. Jede Menge schwitzende Schweden und noch viel mehr posaunende Portugiesen.



Tags darauf haben die Anhänger des Figo und des Fado dann in Köln-Müngersdorf ihren ersten großen WM-Auftritt. Und im Gespräch mit Europas Südwestzipflern wird mir schnell klar: Der Portugiese an sich neigt zum Überschwang. Zumindest unter Alkoholeinfluss. Da kann es schon mal passieren, dass er standhaft auf portugiesisch erzählt und erzählt und erzählt... Auch wenn der Gegenüber bereits mehrfach betont hat, des Portugiesischen nicht mächtig zu sein. Aus purer Höflichkeit nicke und proste ich dem Mann zu und hoffe, dass er bald von mir ablässt. Schließlich bestellt er eine Runde Bier, um sich danach anderen Fußballfreunden zu widmen. Und was sehen da meine scouting-geschulten Adleraugen? Der trinkfeste Südeuropäer hat doch tatsächlich auf dem Tresen, die Eintrittskarte fürs Spiel liegen lassen. Zum Glück ist er ja zu Gast bei Freunden, so dass ich sie ihm selbstverständlich nachreiche: „Hier Kumpel. Viel Spaß im Stadion.“ „Obregado“, sagt da der Portugiese. Von einer Sekunde auf die nächste ist der Mann wieder nüchtern und zum ersten Mal sprachlos - vor Freude. Mir soll's recht sein. Beim Spiel selbst geht es dann Ruckzuck. Figo auf Pauleta, 1:0 - fertig. Der Tag des Portugiesen war gerettet!

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.




Ballacks Wade, Kahns Parade

JUPP VERBAL - 7. Juni 2006

Habt Ihr schon dieses Bild gesehen von dem Münchner Autobahnzubringer, über den Oliver Kahn überlebensgroß hinüberhechtet? Sensationell, titanenhaft, riesig! Also ich würde vermutlich einen Unfall bauen, wenn ich da drunter durch fahren müsste, meine Augen wären viel zu abgelenkt von King Kahn. Früher hätte ich vielleicht sogar Schiß bekommen, ob der Riesenpappkameradkahn nicht doch lebendig ist, und mich samt meines Fahrzeuges in letzter Sekunde an die Leitplanke faustet. Doch heute nicht mehr. Unser Olli ist ja jetzt so ein Netter geworden! Schwiegermamas Liebling. Früher biss er noch Heiko herrlich in den Hals, heute streichelt er Schweini zärtlich über die Wange. Thomas Brdaric (Dieser Name wird die nächsten vier Wochen nicht mehr fallen. Versprochen!) hatte er einst mit Killervisage im Würgegriff, jetzt sitzt er gemütlich mit Waldi Hartmann im Biergarten, nuckelt am Weißbiermaß und grinst übers ganze Gesicht. Damals war der „Titan“ vom Ehrgeiz zerfressen, heute ist er locker und lustig wie nie. Und warum? Weil Lehmann spielt. Der hat jetzt die ganze Verantwortung. Der muss hinter unserer Schweizer-Käse-Abwehr stehen und den unmenschlichen Druck und die fiesen Kritiken der bösen Medien aushalten. Kahn dagegen darf zwar nicht mitspielen, aber die Werbemilliönchen kriegt er trotzdem. Und über die Autobahn springt auch nur einer. Aber nicht unsere Nummer Eins.
Womit wir bei der Nummer Eins der Hackordnung im deutschen Team sind: Unser Kapitän Michael Ballack macht uns vor dem Eröffnungsspiel Sorgen. Die Wade zwickt. Das kenn ich. Hab ich manchmal auch. Vor allem Nachts und nach reichlich Alkoholgenuss. Da wollte Michi wohl mit Waldi und Olli mithalten. Schnellstens sollten da Klinsi und Jogi eingreifen, bevor auch noch Schweini und Poldi bald mit auf der Bierbank sitzen. Saufen oder Weltmeister – beides geht nicht! Zumindest, wenn man selbst mitspielt.

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.




Dichter Dichter

JUPP VERBAL - 29. Mai 2006 

„Fußball-WM im Lande der Dichter und Denker“, denke ich mir, während auch ich immer dichter werde. Im Fernsehen läuft das Freiburger Party-Spiel gegen Luxemburg, auch das Bier läuft entspannt die Kehle herunter. Plötzlich liegt Robert Huth – ein Mann wie eine deutsche Eiche – verletzt am Boden. In diesem Moment muss wohl der Geist von Goethe in mich eingedrungen sein, der mich folgendes niederschreiben lässt:

„Huth geht’s nicht gut, Lahm juckt der Arm,
Unterm Gips - is’ kein Witz.
Ballack ist übel, Frings speit schon in Kübel,
Kahn kann sich nicht bücken – mal wieder der Rücken.
Lehmanns Magen, kann nichts mehr ertragen.
Flach liegt der Schneider – Scharlach ist’s, leider.
Poldi hat Blasen, und Schweini die Masern,
Überall Kranke – bis auf den Hanke.“

Vielleicht war es auch eher der Geist von Heinz Erhardt, aber wer will es so genau wissen. Zum Glück nur ein Stück Poesie, denke ich mir. Alle sind wohlauf. Darauf ein weiteres kühles Hefegetränk. Nur noch 11 Tage...

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.



Wie lange hält Lehmann?

JUPP VERBAL -  20. Mai 2006 

Langsam aber sicher geht es tatsächlich los. Die ersten Teams sind in Deutschland gelandet. Togo, Costa Rica und auch Angola - also alle Topfavoriten auf den Titel - sind schon da. Die Ersten werden die Letzten sein, heißt es schließlich nicht von ungefähr.
Unsere Jungs haben sich erst mal zu einem Regenerationslager einkasernieren lassen. Auf Sardinien dürfen die „Klinsmänner“ noch ein letztes Mal die Seele baumeln lassen, bevor es ernst wird. Verdammt ernst. Schließlich hängt nicht zuletzt unser aller Schicksal vom Abschneiden der deutschen Kicker bei der „WM im eigenen Land“ ab. Von wegen wirtschaftlicher Aufschwung und der sehnlichst erwarteten „Wir sind wieder wer“-Attitüde und so weiter. Es sollen schließlich auch noch nach der Vorrunde neue HD-Ready-Glotzen verkauft werden. Und noch sind wir uns alle sicher: Unsere Jungs reißen was!
Allerdings darf nun nichts mehr passieren. Jede Verletzung im Vorfeld wäre eine Katastrophe für unser Team, ach was sage ich: für unser Land. Nachdem Philipp Lahm im Topspiel gegen den VfR Luckenwalde auf sein Ärmchen gestürzt ist, und direkt ins Krankenhaus eingeliefert wurde, sendete die ARD direkt einen Brennpunkt, die BILD-Zeitung druckte Sonderausgaben. Mittlerweile läuft Lahm wieder. Ob er nun bei der WM lahmt oder topfit sein wird, hängt von der medizinischen Abteilung ab. Glücklicherweise ist Dr. Müller-Wohlfahrt nicht im Ärzte-Streik, so dass man mit dem Linksverteidiger im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica durchaus rechnen kann.
Auch unsere Nummer eins, Jens Lehmann, wird dabei sein. Fragt sich nur, wie lange? Im Finale der Champions League sorgte „Liehmän“, wie der zahnlose Brite sagt, für eine neue Variante eines alten Sepp-Herberger-Spruchs: „Der Ball ist zu schnell und ein Spiel dauert 18 Minuten“. Aber der Kameruner Eto’o darf ja bei der WM nicht mitmischen. Schade eigentlich.

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.



Der Ball ist bunt und ein Pils dauert sieben Minuten.

JUPP VERBAL - 10. Mai 2006


"And the winner is: Deutschland!" Als der Blatter Sepp vor mittlerweile fast sechs Jahren diesen Satz verlauten lies, konnte man nur schwer erahnen, was da auf uns zurollt. Ein Ereignis gigantischen Ausmaßes. Mit dem Volkssport Fußball hat das ganze jedoch bisher wenig zu tun. Jetzt ist es nur noch knapp ein Monat, bis der Ball tatsächlich rollt. Ob Deutschland und seine Bewohner wirklich zum Gewinner dieses Spektakels werden, wird sich zeigen.
Karten für die Spiele haben nur die wenigsten Fans bekommen. Zum so genannten "Public Viewing" wird auch nur zugelassen, wer weder besoffen, noch irgendwie polizeistatistisch auffällig geworden ist. Also nur ein Bruchteil derer, die sich auf die öffentlichen Plätze deutscher Großsstädte verirren. Und der zunehmende Sponsoring- und Werbe-Wahn des Weltverbandes wird vermutlich die letzten harmlosen Fußball-Fans zu Hooligans mutieren lassen. Deutschland wird für vier Wochen zu FIFA-Cocacola-McDonalds-Budweiser-usw-Land. It's unser Heimspiel - Hahaha!

Aber es gibt ja für uns alle noch die persönliche WM. Die ganz private. Die sich jeder so herrichten kann, wie er Bock hat. Zum Beispiel den Fernseher ohne Ton anmachen und zu Südkorea-Togo Bob Marley oder Motörhead auflegen. Oder bei interviews mit Johannes B. Kerner den TV-Bildschirm mit Nasenpopeln und Ohrenschmalz verschönern. Oder einfach mal einen Kasten Bier eines Non-Sponsors trinken.

Es soll nämlich noch Menschen geben, die sich den Genuss ihrer Lieblingssportart nicht von alten Männern aus der Schweiz vorschreiben lassen wollen. Die auch mal ein verdecktes Foul an der Mittellinie bejubeln. Wenn es zum Beispiel gegen Holland oder England geht. Oder die das Maskottchen Goleo am Liebsten zum Pluto schießen würden, mitsamt seiner "Pille" und den armen Würsten, die in den Puppen stecken.
Menschen, denen der Spaß am Spiel heilig ist, aber nicht die ganzen Auswüchse, die mittlerweile dazu gehören. Fans aus Fleisch und Blut. Nicht immer polititsch korrekt, aber begeistert und begeisternd. Von dieser Sorte gibt es genug. Und wir werden noch viele mehr werden diesen Sommer. Aus aller Welt werden wir zusammen kommen. Und wir werden Spaß haben. Auf unsere Weise. In unserem Fußball-Land.

Sportliche Grüße, Euer Jupp Verbal.