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Autor: Benno Stricker, Köln
Den Herren bei Ferrero dürfte vorgestern Morgen das gleichnamige Küßchen im Hals stecken geblieben sein. Nur einer ihrer fleissig beworbenen Nutella-Fresser fährt mit zur WM. Für Kevin Kuranyi ist „eine Welt zusammengebrochen“, der Schalker Chancentod kann ebenso in Urlaub fahren wie seine Frühstückskollegen Andreas Hinkel und Benny Lauth. Bleibt also Arne Friedrich, einer von ursprünglich vieren.
Man hätte sicherlich kein Marketing-strategisches Genie sein müssen, um schon vor ein paar Monaten erkennen zu können, dass zumindest Hinkel und Lauth kaum mehr Chancen auf eine Nominierung besaßen. Sportschau gucken hätte da schnell weitergeholfen. Am Tisch gesessen haben sie trotzdem noch. Jetzt aber kann auch Kuranyi plötzlich ausschlafen, wenn sein Nachwuchs ihn läßt. Ob er aber die nächsten Tage Hunger haben wird, darf bezweifelt werden. Wenn er klug ist, fährt er weg. Irgendwohin, ohne Satellitenempfang.
Hanuta und Duplo sind weitere Produkte des Hauses Ferrero. Heute hab ich das Sammelbild von Fabian Ernst aus einer Verpackung gezogen. Keiner vom „Breakfast Club“, aber auch er muß zuhause bleiben. Ich möchte fast wetten, dass es Hinkel und Lauth auch als Sticker gibt. Alles andere wäre inkonsequent. Neben den Werbespots ist das eh nur zweitbeste Sammelalbum somit der wahrscheinlich letzte Ort, an dem Arne noch nicht alleine ist. Die anderen dürfen noch mit vom Schokoriegel grinsen.
Im jetzt folgenden Trainingslager auf Sardinien kann Arne ja noch Besuch empfangen, irgendwann wird seine Freundin dazustoßen und ihm die Brote schmieren. Helfen, mit der neuen Einsamkeit umzugehen. Bleibt dem Armen nur zu wünschen, dass nach ihrer Abreise nicht ausgerechnet Robert Huth sein neuer Tischnachbar wird. Dem traut man zum Frühstück dann doch eher Rinderhälften zu. Aber vielleicht bringt Ferrero zur EM 2008 ja Metzgerei-Produkte auf den Markt...
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